Lösungskonzept

Die Abbildung zeigt das Lösungskonzept auf aggregierter Ebene für ein Maschinenbauunternehmen.

Das Lösungskonzept wird wie folgt entwickelt:

Aus der Engpass-Situation im Unternehmen ergeben sich unerwünschte Effekte, z.B.

  • Liefertermine werden überschritten.
  • Es wird kein Gewinn erzielt.
  • Es gibt eine hohe Fehlerquote.
  • Der Krankenstand ist hoch.

Viele der unerwünschten Effekte haben einen logischen Kausalitätszusammenhang, z.B.

  • Wenn es eine hohe Fehlerquote gibt, dann gibt es viele Reklamationen.
  • Wenn es viele Reklamationen gibt, dann sind viele Personen mit deren Analyse und Bereinigung beschäftigt.
  • Wenn viele Personen Reklamationen bearbeiten (müssen), bleiben andere Aufgaben liegen.

In der Regel lassen sich ein oder zwei Kernprobleme identifizieren. Mit einem Lösungsansatz für das Kernproblem löst man viele unerwünschte Effekte.

Aus einem Lösungsansatz können sich neben den erwünschten neue unerwünschte Effekte ergeben. Zum Beispiel führt die Fokussierung auf eine beherrschbare Anzahl an Projekten dazu, dass einige Projekte „eingefroren“ werden. Wenn es sich um Kundenprojekte handelt und der Kunde erfährt, dass aktuell nicht an „seinem“ Projekt gearbeitet wird, kann es zu Beschwerden oder ernsten Problemen mit dem Kunden kommen.

In diesem Fall wird der Lösungsansatz weiter entwickelt bis keine neuen unerwünschten Effekte mehr auftreten. Im Fall des „eingefrorenen“ Kundenprojektes kann die frühzeitige Information des Kunden über die Vorgehensweise des Critical Chain Project Managements die unerwünschten Effekte vermeiden – insbesondere wenn es gelingt, den Kunden zu überzeugen, dass auf diese Art „sein“ Projekt früher fertig wird.